Australien: Land ohne Arbeiter

ARTE Reportage - Samstag, 10. Februar 2018 - 16:40

Länder: Australien

Tags: Automobilindustrie

Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore – eine australische Industrie-Ikone…

Australie, un pays sans ouvrier
Australien: Land ohne Arbeiter Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore – eine australische Industrie-Ikone…  Australien: Land ohne Arbeiter

Fast 70 Jahre lang liefen hier die Autos der Marke Holden vom Band, 1948 war das Gründungsjahr,  gefördert vom australischen Staat unter der Obhut von General Motors.  Kurz vor Holdens Schließung hatte bereits Toyota seine Fabrik in Australien geschlossen – allmählich stellen sich die Australier die Frage, ob sie bereits das postindustrielle Zeitalter eingeläutet haben: Vor zehn Jahren erwirtschaftete die Industrie-Produktion noch 12% des Bruttosozialprodukts des Landes, heute sind es nur noch 6%. Die Australier nehmen das augenscheinlich gelassen hin. Als Holden seine Tore schloss, protestierten keine Arbeiter in Massen – noch liegt die Arbeitslosenquote in Down Under bei 5%. Die Holden-Arbeiter werden umgeschult und hoffen auf neue Jobs im Dienstleistungsgewerbe. Alles gut also? Australien scheint derzeit ein Vorreiter zu sein für das, was unseren Gesellschaften in der Europäischen Union noch bevorsteht.       

Von Vladimir Vasak, Mark Dean, Calen Vanstona, Ludovic Mingot – ARTE GEIE – Frankreich 2018

Zuletzt geändert am 9. Februar 2018