Australien: Gas im Paradies

Länder: Australien

Tags: Ausnutzen, Aborigine, Gas

Tausende Jahre lebten Aborigines an diesem Abschnitt der Küste von Kimberley und eigentlich ist dies bis heute einer der letzten Orte in der Welt, in der die Natur vollkommen geschützt ist. Nun hat der Konzern Woodside die Erlaubnis erhalten, hier nach Gas zu bohren: Ureinwohner und weiße Umweltschützer protestieren gemeinsam. 

In Kimberley leben gut 30.000 Menschen auf einer Fläche so groß wie Frankreich oder eineinhalb Mal so groß wie Deutschland. 70 Kilometer von der Stadt Broome entfernt will der Woodside-Konzern bald die größte Gas-Raffinerie-Anlage der südlichen Hemisphäre bauen: Die Baukosten belaufen sich auf fast 40 Milliarden Dollar, eine gewaltige Investition.

Über 30 Quadratkilometer wird sich die Anlage erstrecken und vorgesehen ist auch noch ein zusätzlicher Hafen zum Umschlag von Erdöl: Hier sollen Tanker anlegen, deren Fracht in tausende Kilometer neu gezogene Pipelines abgepumpt werden soll. Draußen im Meer wollen sie auf mehreren Plattformen nach Öl bohren. 5000 Arbeitsplätze soll das in fünf Jahren schaffen, sagen Industrie und Regierung und: Das wird die Region Kimberley gewaltig verändern – nein, das wird eine Katastrophe für Mensch und Natur, sagen die Umweltschützer. Ureinwohner und Weiße kämpfen Hand in Hand gegen das Projekt.

Eine reportage von Laurent Orluc - ARTE GEIE / Teol Productions - Frankreich 2013

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016