Australien: Der neue Mut der Aborigines

Länder: Australien

Tags: Aborigines, junge Generation, bürgerlichen Rechte

Die Nachfahren der Ureinwohner versuchen Fuß zu fassen in der Gesellschaft, indem sie ihr Kulturerbe verteidigen.

Australie : le réveil des jeunes Aborigènes
Australien: Die mutigen Erben der Aborigines Die Nachfahren der Ureinwohner versuchen Fuß zu fassen in der Gesellschaft, indem sie ihr Kulturerbe verteidigen.   Australien: Die mutigen Erben der Aborigines

 

50 Jahre nach dem Beginn des Kampfes für die Bürgerrechte der Ureinwohner in Australien leben die sogenannten Aborigines noch immer eher am Rande der Gesellschaft. Es sind nur noch 500 000 von heute 24 Millionen Australiern – mit der Kolonisierung durch die Weißen vor 200 Jahren begann ihr Niedergang: Schulversager, Arbeitslosigkeit,  Alkohol, Drogen, Gewalt in der Familie; in den Statistiken der Sozialbehörden stehen sie immer vorne an.

Vier junge Leute kämpfen dagegen: Eleanor Dixon verteidigt im roten Herzen Australiens den See ihrer Ahnen, den spirituellen Ort ihres Volkes, heute bedroht durch den Plan, dort mittels Fracking Öl und Gas zu fördern. In Melbourne klärt die Krankenschwester Banok Rind das medizinische Personal über die Besonderheiten der Aborigines Patienten auf, vor allem über die seelischen Verletzungen durch die Folgen der Kolonialisierung. Jimmy Kyle erzählt vor großem Publikum von der Kultur seiner Ahnen – sie kommt in den Schulbüchern noch immer zu kurz. Clinton Pryor ist quer durch Australien 5500 Kilometer zu Fuß gelaufen, um für die Rechte seines Volkes zu demonstrieren. Vier junge Leute wagen einen Neuanfang.

 

Von Caroline Lafargue und Cyril Paquier – ARTE GEIE – Australien 2018