Auf den Spuren des IS

Länder: Welt

Tags: IS, Terrorismus

Am 4. Juli 2014 ernannte Abu Bakr al Bagdadi sich in der Großen Moschee von Mossul im Irak selbst zum Kalifen des Islamischen Staates. Der Terrororganisation IS war gelungen, wovon Al Quaida nicht einmal zu träumen gewagt hatte: die Terroristen hatten einen Teil des Iraks und Syriens eingenommen, um dort einen Staat auf Grundlage der Islamischen Gesetze zu gründen. Seither verliert die Organisation zwar stetig an Boden, intensiviert auf der anderen Seite jedoch die Anschläge in der westlichen Welt. ARTE Info verfolgte das Erstarken des IS, den Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen die Terrororganisation und dokumentierte die Anschläge der Terroristen. Die wichtigsten Entwicklungen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Der Weg zum Kalifat

Der Bürgerkrieg in Syrien schafft ein Machtvakuum, dass die Terroristen des IS für sich zu nutzen wissen. Syrien dient der Organisation als Ausgangspunkt, um ihr Kalifat zu gründen. Über die Vorgehensweise der Terroristen, die damals noch als Ableger Al Quaidas galten, berichten die Reporter von Arte Reportage.

Doch wer sind diese Djihadisten und wie sehen Sie die Zukunft? ARTE Info hat ein Porträt der Terrorgruppe erarbeitet.

 

Der Journalist und Filmemacher Jérôme Fritel reist auf den Spuren des IS in den Irak. Er hinterfragt insbesondere die Finanzquellen der Terrororganisation für seinen Dokumentarfilm "Die Wirtschaftsmacht der Gotteskrieger" und gibt im Interview mit ARTE Info eine Analyse ab, wie der Westen dem IS am besten entgegentreten könnte.

 

 

In dem neu errichteten Kalifat gilt die Sharia als Gesetz. Jeder, der die religiösen Vorschriften nicht achtet, wird geahndet. ARTE INFO berichtet, wie dort beispielsweise mit Homosexualität umgegangen wird.

Und nicht nur die Menschen leiden unter den Terroristen. Auch das Weltkulturerbe wird von den Anhängern des IS zerstört. ARTE Info zeigt das Ausmaß der Zerstörung

 

Unsere interaktive Karte listet die Stätten im Irak und in Syrien auf, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Die Stätten in Rot wurden bereits zerstört oder sind von einer Zerstörung bedroht. Die grünen Stätten wurden bisher verschont. 

 

Die Kurden stellen sich im Kampf gegen den IS als tapfere Gegner heraus. Die Verteidigung der Stadt Kobané an der syrisch-türkischen Grenze wird zum Sinnbild ihres Widerstandes. Im Sindchar Gebirge kämpfen ihrerseits die Jesiden gegen den IS. Sie sind von den Djihadisten komplett umzingelt. Der Kriegsreporter Xavier Muntz reist Anfang 2015 ins Sindchar Gebirge und berichtet ARTE Info von seinen Eindrücken.

 

Die Maßnahmen

Anti-Terrorismus-Master

 

Längst hat die Terrororganisation ein globales Netzwerk an Attentätern aufgebaut. Woher sie kommen und wie sie rekrutiert wurden, versuchte ARTE Info zu analysieren. Gleichzeitig sucht der Westen nach einer gemeinsamen Strategie zur Bekämpfung des IS und auch auf dem eigenen Landesboden ersinnen die Regierungen Maßnahmen um die Terrorgefahr einzudämmen.

 

In England bietet die Universität nun einen Anti-Terrorismus Master an. Square erklärt, inwiefern die Europäer nun mehr zusammenarbeiten wollen und in Deutschland diskutiert man darüber, ob man Djihadisten ausbürgern kann.

 

Bisher gelang es dem IS dennoch oft genug, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Folgende Anschläge in Europa verfolgte ARTE Info mit starker Aufmerksamkeit:
Istanbul
Nizza
Brüssel
- Paris
- Charlie Hebdo

 

Wie geht man mit dem Terrorismus um?

 

Nun müssen auch die Europäer lernen, mit der Terrorgefahr zu leben. In der Kulturszene hat die Verarbeitung bereits begonnen. Ein Überblick über die Kulturreportagen, die diesen Prozess dokumentieren finden sie hier: 

 

Zuletzt geändert am 25. August 2016