Antillen: Die Wunden von Saint Martin

ARTE Reportage - Samstag, 18. November 2017 - 16:40

Länder: Frankreich

Tags: Karibikinsel, Hurrikan, Wiederaufbau

Der Hurrikan Irma hat den französischen Teil der Karibikinsel Saint-Martin zu 95 Prozent zerstört.

Antilles : les blessures de Saint Martin
Antillen: Die Wunden von Saint Martin Der Hurrikan Irma hat den französischen Teil der Karibikinsel Saint-Martin zu 95 Prozent zerstört…  Antillen: Die Wunden von Saint Martin

„Irma war wie der Teufel, der an unsere Tür klopft. Der Hurrikan hat uns um dreihundert Jahre zurückgeworfen“, sagt einer der Insel-Bewohner. Und Experten bestätigen: Noch nie habe ein Hurrikan der Stärke 5 mit weit über 250 Kilometern in der Stunde so lange so stark gewütet – Irma hat 95 Prozent der Insel zerstört. Das war noch ein großer Schock für die Inselbewohner, denn schon vor Irma waren die Touristenzahlen zurückgegangen und ein Drittel der Bevölkerung war arbeitslos. 

Saint Martin auf den Antillen ist die kleinste zweigeteilte der Insel der Welt, eine Hälfte gehört zu Frankreich, die andere zu den Niederlanden. Der Wiederaufbau nach dem Hurrikan läuft auf Hochtouren, aber die Touristensaison muss mindestens für dieses Jahr ausfallen: Hotels liegen in Trümmern, Bebauungspläne gelten nicht mehr, Versicherungen haben noch nicht gezahlt – vor kurzen aber haben wenigsten die Schulen den Unterricht wieder aufgenommen. Die französische Regierung hat gerade eine finanzielle Hilfe von 62 Millionen Euro für den Wiederaufbau angekündigt.  kr

Von Michael Unger, Eric Bergeron, Frédéric Grimm, Marc Hansmann – ARTE GEIE - Frankreich 2017

Zuletzt geändert am 7. Dezember 2017