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Die Welt fühlt mit

Länder: Frankreich

Tags: Nizza, Attentate

Solidarität, Mitgefühl und Trauer: Die Beileidsbekundungen waren zahlreich nach dem Anschlag von Nizza, bei dem mindestens 84 Menschen ihr Leben verloren. Mehrere Staatschefs erklärten, Frankreich stehe im Kampf gegen den Terrorismus nicht alleine da. Ein Überblick.    

Attentat de Nice : la compassion du monde entier

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte: "Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs."

 

 

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) teilte am Freitag über das Auswärtige Amt mit: "Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen."‎  Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verurteilte den Anschlag in Nizza scharf. Die Tat sei "unfassbar und einfach schrecklich. Dieses barbarische Morden muss endlich ein Ende haben." Die Freundschaft zum französischen Volk werde in Trauer, Zorn und Entschlossenheit noch tiefer. Auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sprach den Franzosen sein Mitgefühl aus.

 

 

Bundespräsident Joachim Gauck nannte den Anschlag am französischen Nationalfeiertag einen Angriff auf die französischen Werte und deshalb ein Angriff auf die gesamte freie Welt.

 

US-Präsident Barack Obama reagierte bestürzt: "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten. ... Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird." US-Außenminister John Kerry, der am 14. Juli zu Besuch in Paris war, teilte mit: "Ich war stolz, heute neben führenden Persönlichkeiten aus Frankreich bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Paris zu stehen, und die Vereinigten Staaten werden weiterhin fest an der Seite der Franzosen während dieser tragischen Zeit stehen. Wir werden jede Unterstützung liefern, die benötigt wird." New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schrieb auf Twitter: "Die Nachricht von dieser erneuten sinnlosen Attacke macht mich krank. Am französischen Nationalfeiertag sind wir alle französische Patrioten. Nizza, wir denken an Dich".

 

 

Der belgische Premierminister Charles Michel sprach von einer "schändlichen und feigen Tat" und rief wie sein spanischer Kollege Mariano Rajoy zur Solidarität mit Frankreich auf. "Wir fühlen den Schmerz unserer Nachbarn mit, so als sei es unser eigener. Frankreich kann auf Spaniens Solidarität zählen", schrieb Letzterer.  
 

 

Die Teilnehmer des Europa-Asien-Treffens in der Mongolei hielten am Morgen eine Schweigeminute ab. "Gemeinsam gegen Hass und Gewalt. Eine Schweigeminute zu Ehren der Opfer", schrieb Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

 

 

Parlamentspräsident Martin Schulz bezog sich in seiner Beileidbekundung auf den Wahlspruch der französischen Republik: "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Frankreich wird nicht nachgeben."

 

 

In die gleiche Kerbe schlug EU-Ratspräsident Donald Tusk: "Tragisches Paradox, dass jene Menschen zum Ziel wurden, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit feierten."

 

 

Russland Präsident Wladimir Putin verurteilte den Anschlag in Nizza als grausam und zynisch. "Wir haben einmal mehr gesehen, dass dem Terrorismus die menschliche Moral absolut fremd ist: Seine Opfer sind unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder"
 

Zuletzt geändert am 15. Juli 2016