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Afghanistan nach Karzai

Länder: Afghanistan

Tags: Präsidentschaftswahl, Afghanistan

Seit über einem Jahr überschlagen sich in Afghanistan die Ereignisse. Anfang April 2014 wählten die Afghanen einen neuen Präsidenten. Einen klaren Sieger brachte die Wahl nach dem ersten Urnengang nicht hervor. Bis sich alle Beteiligten einigten verging ein halbes Jahr. In dieser Zeit fiel Afghanistan einem Erdrutsch zum Opfer, Amnesty International prangerte in einem Bericht die Schuld der NATO und der USA an dem Tod tausender Zivilisten an und die NATO beriet über die Zukunft des sich zu spalten drohenden Landes.

Mit Januar 2015 endete der NATO-geführte Kampfeinsatz in Afghanistan nach 13 Jahren. Während Frankreich bereits all seine Truppen nach Hause geholt hat, geht der Einsatz für einige ihrer Kollegen weiter. Etwa 12.000 Soldaten aus 40 Staaten beteiligen sich an der Folgemission "Resolute Support", bilden afghanische Sicherheitskräfte aus und beraten sie.

Die USA verlangsamte auf Bitten des neuen Präsidenten Ghani ihren Truppenabzug. Bis Ende 2015 sollen 9.800 US-Soldaten im Land bleiben. Mit Anfang 2017 will Obama aber bis auf eine 1.000 Mann starke Schutztruppe für die Botschaft alle Soldaten abgezogen haben.

 

Während die afghanische Armee also nach und nach die Kontrolle im Land übernimmt, häufen sich in den letzten Monaten die Anschläge der Taliban. Die Terroristen erstarken wieder, nehmen Provinzen ein und befreien Gefangene.

Im ersten Semester des Jahres 2015 hat die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan einen neuen Höchstwert erreicht. 1.592 Menschen seien laut einem UN-Bericht getötet und 3.329 verletzt worden.

Klicken Sie sich hier durch die Ereignisse der letzten eineinhalb Jahre. 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016