USA: Weiß gegen Schwarz und Schwarz gegen Weiß

22. September 2016

Vor zwei Jahren lösten die tödlichen Schüsse auf Michael Brown in den USA Empörung über Polizeigewalt gegen Schwarze aus. Was sich nun in Charlotte, im US-Bundesstaat North Carolina ereignet hat, klingt wie die Fortsetzung einer schrecklichen Serie: Wieder wurde ein Afroamerikaner von Polizisten erschossen. Die Beamten gaben an, sie hätten sich auf Grund der Waffe des Mannes bedroht gefühlt. Aus anderen Quellen hieß es, das Opfer sei nicht bewaffnet gewesen. Erneut gingen hunderte Menschen auf die Straßen und demonstrierten teilweise mit Gewalt unter dem Motto "Black Lives Matter". In der Stadt Charlotte wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

Latenter Rassismus und Polizeigewalt sind tiefliegende Probleme in den Vereinigten Staaten. In diesem Jahr haben Polizisten bislang 706 Menschen erschossen, ein Wert, der weit über den Zahlen vergleichbarer Industrieländer liegt. Schwarze sind laut Statistik doppelt so gefährdet, an Polizeigewalt zu sterben, wie Weiße oder Latinos. 

Mehr Tote durch Rechtsextreme als durch radikale Islamisten

Seit 2001 wurden in den USA 48 Menschen von nichtmuslimischen Extremisten getötet und 26 von Personen, die sich dem Dschihad verschrieben haben. Eine Statistik, die der allgemeinen Auffassung widerspricht.

Racial Profiling

"Racial Profiling" bei der Bundespolizei

Die Repressalien der Polizei gegenüber schwarzen Jugendlichen hat in den USA zu heftigen Ausschreitungen geführt. "Racial Profiling" ist aber nicht nur in den USA, sondern auch bei der Bundespolizei verbreitet. 

Gesellschaft

Rassenunruhen in den USA - eine Chronologie

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die schwarze Gemeinschaft in den USA über den immer noch präsenten Rassismus empören muss. ARTE Info hat die schwersten Rassenunruhen für Sie auf einer Karte zusammengefasst. 

Ist Barack Obama black enough?

Barack Obamas Amtszeit ist bald vorbei. Zeit, Bilanz zu ziehen. Die jüngsten Ausschreitungen von Ferguson und Baltimore werfen die Rassismusfrage unweigerlich auf. 

Illus-film

Video eines "Mörders" in Uniform

Ein Amateurvideo hat den jüngsten Fall von tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA aufgedeckt. Und die Debatte um Körperkameras von Polizisten neu entfacht. 

Gesellschaft

USA: Schwarze im Nachteil

Schwarze und Weiße unterscheidet in den USA nicht nur die Hautfarbe. In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens sind Schwarze gegenüber Weißen immer noch benachteiligt.

Die Blauäugigkeit der USA

Mit seiner Waffe zu schlafen, um sich sicherer zu fühlen. Diese Vorstellung wird in den USA praktisch umgesetzt. Für bestimmte Amerikaner ist das Gewehr der beste Freund des Menschen.

Drapeau américain

Der Kampf um die Südstaatenflagge

Eine Fahne als Symbol des Hasses. Die Südstaatenflagge ist in den USA seit dem rassistischen Anschlag von Charleston Streitobjekt. Am Wochenende demonstrierten Hardliner für die Fahne und eine neue Sezession.  

Los Angeles: Was tun gegen Polizeigewalt?

Angesichts wachsender Polizeigewalt lernen junge Schwarze und Latinos in Kursen in Los Angeles, wie sie sich verhalten sollten.

Polizei und Rassismus

In South Carolina erschiesst ein Polizist einen Schwarzen hinterrücks mit acht Schüssen. Das Verhältnis zwischen Polizisten und der schwarzen Bevölkerung ist nun erst recht vergiftet. In Jennings wurde derweil die gesamte Polizeitruppe ausgewechselt. Ein Augenschein.

Der ganz alltägliche Rassismus

In den Vereinigten Staaten beklagen viele Afro-Amerikaner die ständigen Übergriffe der Polizei. Eine Reportage aus South Central, einem schwarzen Viertel von Los Angeles.