5 Tage im Lager Breidjing mit dem Schriftsteller Uwe Timm

10. März 2016

Der Schriftsteller Uwe Timm gehört zu den wichtigsten Vertretern der 68er Generation. Geboren 1940 in Hamburg, machte er nach einer Lehre als Kürschner in den fünfziger Jahren sein Abitur, studierte Philosophie, Germanistik, Soziologie und Volkswirtschaftslehre und promovierte über Albert Camus. Sein erster Roman "Heißer Sommer" (1974) beschäftigt sich mit der Studentenrevolte, ebenso wie "Kerbels Flucht" (1980), "Rot" (2001) und "Der Freund und der Fremde" (2007). In "Am Beispiel meines Bruders" (2003) berichtet er über seinen Bruder, der als Freiwilliger der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg gefallen war. Sein Roman "Morenga" (1978) erzählt vom Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika 1904. Uwe Timm ist ein engagierter Schriftsteller mit einem politischen Anliegen: Deshalb war er sofort bereit, für ARTE Reportage in das Flüchtlingslager Breidjing im Tschad zu fahren, um über die Menschen dort und ihre Schicksale zu berichten.