2015: Wie geht es der Demokratie?

Länder: Frankreich

Tags: Demokratie, Rebellen, Zukunft, Révolution

Um die Demokratie steht es nicht gut. Sie ist Angriffen von allen Seiten ausgesetzt, von außen wie von innen. Aber werden nicht die Falschen als Demokratiegegner abgestempelt? In Square Idee diskutieren die Philosophen Geoffroy de Lagasnerie und Francis Fukuyama.

Sind Whistleblower wie Assange, Snowden oder Manning, die nach der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen außer Landes fliehen, wahrhaftig Verräter, Feiglinge und Justizflüchtige? Der junge Philosoph und Soziologe Geoffroy de Lagasnerie ist anderer Meinung: Er sieht in ihnen die Pioniere eines neuen Bürgersinns und tapfere Helden, die für politische Freiheit kämpfen. Ihm gegenüber sitzt der liberale Vordenker Francis Fukuyama, ein amerikanischer Philosoph, Ökonom und Politologe. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus Ende der Achtzigerjahre in Europa prophezeite er in seinem kontroversen Essay „Das Ende der Geschichte“ mit weltweit mehreren hunderttausend verkauften Exemplaren den Siegeszug der liberalen Demokratie. Trotz wachsender Besorgnis in Hinblick auf die USA, hält er auch 25 Jahre später in seinem neuen Buch an dieser These fest. Seiner Meinung nach gab es noch nie ein besseres System und wird es auch in Zukunft nicht geben.

 

 

Mehr zu Francis Fukuyama:

- Hintergrundinformationen zum Essay "Das Ende der Geschichte" (1992)

- Literatur von und über Francis Fukuyama im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

- "Bring back ideology", Fukuyama, The Guardian, 21.3.2014

- "How to get the end of history", Slate.com, 2.5.2011

 

Mehr zu Geoffroy de Lagasnerie:

- Internetseite von Geoffroy de Lagasnerie

- Un rebelle est forcement progressif, Les Inrocks, 26.8.2014 (französisch)

Le laisser faire est-il démocratique ?, Le Monde Diplomatique, Juni 2013 (französisch)

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016