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UNO: 70 Jahre Utopie?

Länder: Welt

Tags: UNO

Weltfrieden - verfolgt die UNO ein utopisches Ziel? Wie erfolgreich sind die Einsätze der Blauhelmsoldaten und wo stösst die Organisation an ihre Grenzen?

Dienstag, 13. Oktober

21:40

UNO - Letzter Halt vor dem Abgrund

 

Die UNO zählt 193 Mitglieder. Ihre oberste Maxime ist die Sicherung des Weltfriedens. Dazu schickt die Organisation Blauhelmsoldaten in die Krisengebiete dieser Welt. Ihre Missionen werden vom Weltsicherheitsrat beschlossen und definieren genau, welche Befugnisse die Blauhelmsoldaten vor Ort haben. Doch oft steht sich die Staatengemeinschaft durch die hohe Anzahl ihrer Mitglieder selbst im Weg, die Entscheidungsprozesse sind schwerfällig. THEMA geht in dem Film "UNO - Letzter Halt vor dem Abgrund" auf die Stärken und Schwächen des Staatenbundes ein.

 

70 Jahre Einsätze

Weltweit sind 120 000 Blauhelme im Einsatz. In welchen Ländern sollten die Soldaten wann den Frieden sichern und wieviel kosten die Einsätze.

Frauen bei Friedenserhaltungseinsätzen

Aus humanitären Gründen wurde die Rekrutierung von weiblichen Blauhelmen bei Friedenserhaltungseinsätzen unverzichtbar. Tatsächlich bringen sie sich weltweit auch immer zahlreicher ein – bei Polizei, Militär oder im zivilen Bereich. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis ist für die UNO eine Priorität; 2012 sind am New Yorker Sitz 48 % des Personals Frauen. Bei Einsätzen vor Ort sieht die Realität anders aus – dort stellen Sie nur 29 % des internationalen und 17 % des nationalen Personals. Im Jahr 2000 beziehen die Vereinten Nationen durch Verabschiedung von Resolution 1325 entschieden Position: Sie rufen die Mitgliedstaaten dazu auf, „dafür zu sorgen, dass die Frauen in vollem Umfang und gleichberechtigt mit den Männern, an allen Bemühungen zum Friedenserhalt teilnehmen und sich für Frieden und Sicherheit einsetzen (…)“. Der stellvertretende Generalssekretär für die Friedenserhaltungsmissionen, Hervé Ladsous, weist 2012 darauf hin, dass „Frauen auf politischer Ebene, sowie bei der Lösung der Konflikte und dem Übergang zum Frieden an erster Front mitwirken können und sollten“, und hebt die Vorteile ihrer Anwesenheit hervor, besonders, in Konflikten, wo sexuelle Gewalt zu den Kriegsverbrechen zählen.

3 %

der Streitkräfte und 10 % der Polizei wurden 2012 von Frauen gestellt.

 

2012 stellen Frauen von fast 125.000 Blauhelmen nur 3 % der Streitkräfte und 10 % der Polizei. 1993 betrug ihr Anteil am Personal in Uniform lediglich 1 %. Trotz aller Entschiedenheit der UNO, hängt die Anzahl der weiblichen Blauhelme in der Realität vom Willen jedes Mitgliedsstaates ab. Die Polizeidivision der Vereinten Nationen hat daher 2014 zu einem „weltweiten Bemühen“ aufgerufen, mehr Polizistinnen für die nationalen Polizeidienste und die UNO-Polizei zu rekrutieren. Sie wies dabei darauf hin, dass weibliches Personal bei den Friedenseinsätzen „eine Vorbildrolle im lokalen Umfeld spielt und Frauen und Mädchen dazu ermuntert – ganz besonders in häufig von Männern dominierten Gesellschaften – ihre Rechte einzufordern und am Friedensprozess teilzunehmen“.

 

Wer verbirgt sich unter den Blauhelmen?

Die Truppen der UNO sind zusammengestellt aus Einheiten, die die Mitgliedsstaaten entsenden. Aber wer verbirgt sich unter den Blauhelmen? ARTE Info stellt ihnen ein paar Personen vor, die für die UNO in der Welt im Einsatz sind.

 

Ein weiterer Film des Themenabends beleuchtet die Frage der Entwicklungspolitik der UN am Beispiel von Mosambik: "Milleniumsziele, der Fall Mosambik"

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016