THEMA AM DIENSTAG - Artes Dokumentarfilmabend

Länder: Frankreich, Deutschland

Tags: THEMA, Geschichte, Diskussion

Was macht den Salafismus bei jungen Europäern so populär? Welche Auswirkungen könnte das TTIP-Abkommen auf unseren Alltag haben? Wie hängen die sogenannte „Operation Nemesis“ und der Völkermord an den Armeniern zusammen? THEMA am Dienstag – Artes großer Dokumentarfilmabend rund um Gesellschaft und Wirtschaft, Geopolitik und Geschichte - abwechselnd moderiert von Emilie Aubry, Andrea Fies und Thomas Kausch.

 

In der Primetime das DOSSIER DER WOCHE: Investigative Dokumentarfilme entschlüsseln die brennenden gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit.

 

In der anschließenden DISKUSSIONSRUNDE werden die Filme mit internationalen Experten (Wissenschaftlern, Juristen, Politikern, Aktivisten, Journalisten etc.) vertieft.

 

In der Rubrik GEOPOLITIK gehen wir an die weltweiten Konfliktherde, analysieren die internationalen Beziehungen und greifen die kommenden transversalen Fragen der Weltpolitik auf.

 

Zum Verständnis der Gegenwart: der Blick in die GESCHICHTE. Wir zeigen fesselnde Analysen der Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts und machen Geschichte mit Archivmaterial und Zeitzeugenberichten lebendig.

 

Außerdem reagiert THEMA AM DIENSTAG mit SONDERSENDUNGEN auf tagesaktuelle Ereignisse und analysiert mit internationalen Gästen die Herausforderungen der Stunde.

 

Hier stellen sich die Moderatoren vor:

 

ANDREA FIES

Unglaublich – meine Geschichte bei arte dauert jetzt bald 20 Jahre. Damals, als ich bei Walter Jens in Tübingen Rhetorik studierte, wusste ich sehr schnell, dass Fernsehen das Medium ist, für das ich arbeiten wollte. Und als fast zur gleichen Zeit Arte aus der Taufe gehoben wurde, war auch klar, welcher Sender es sein sollte......

THEMA zu moderieren, das bedeutet auf Autoren zu treffen, die Monate und Jahre für die Arbeit an einem Film investieren.

 

Bei Arte zu arbeiten war für mich immer mehr, als „nur“ als Journalistin zu arbeiten. Der tägliche Austausch mit meinen französischen Kollegen, die Suche nach den Themen, Meinungen und Menschen, die uns interessieren und angehen, jenseits von nationalen Grenzen – das ist ein Projekt, das mich immer wieder fasziniert, und mich durch meine verschiedenen Stationen im Sender begleitet hat.

Erst als Redakteurin für die erste Arte-Nachrichtensendung 8 ½, dann in meinen vielen Jahren als Hauptstadtkorrespondentin in Berlin und natürlich auch als Moderatorin - zunächst von arte-journal, seit bald zehn Jahren von arte-reportage....und heute bin ich auch eines der Gesichter von THEMA.....

THEMA zu moderieren, das bedeutet auf Autoren zu treffen, die Monate und Jahre für die Arbeit an einem Film investieren. Es bedeutet Themen anzufassen, die viel zu selten stattfinden im Fernsehen, weil sie uns mit Wahrheiten konfrontieren, die uns eine Meinung abverlangen.
Das alles können wir nur leisten, weil Thema sich die Zeit nimmt, genau hinzusehen und dort weiter zu machen, wo die Schlagzeilen enden, die Menschen dahinter zu treffen und ihnen zuzuhören.

Wunderbar zu sehen, dass Sie sich gemeinsam mit uns diese Zeit nehmen....ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!

 

EMILIE AUBRY

Ich bin 2009 zu Arte gestoßen und habe bis Dezember 2011 "GLOBALmag – Nachrichten vom blauen Planeten" moderiert. Dieses täglich ausgestrahlte Umweltmagazin deckte die weltweite Verschwendung von Ressourcen auf und zeigte nachhaltige Lösungsansätze.
Parallel dazu setzte ich meine Tätigkeit als Moderatorin politischer Debatten beim Fernsehkanal des französischen Parlaments LCP fort.

Ich kam im Januar 2012  zur Moderation von THEMA, dem Fernsehabend, der die Welt in all ihren Facetten beleuchtet.

 

Über die anregende Kombination von Politik, Umwelt und Weltneugier kam ich im Januar 2012 auch zur Moderation von THEMA, der Flaggschiff-Marke von Arte und DEM Fernsehabend, der die Welt in all ihren Facetten – Geopolitik, Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft – beleuchtet.
In anspruchsvollen Dokumentarfilmen behandelt THEMA jeden Dienstag kritisch, umfassend und aus einer europaweiten Perspektive wichtige Fragen unserer Zeit, die anschließend im Studio weiterdiskutiert werden.
Diese Sendung zu moderieren, ehrt mich und macht mir sehr viel Freude!

 

THOMAS KAUSCH

In den meisten Fällen hat man ja die Kreuzung vergessen, an der man vor Jahren mal stand und sich für die eine oder andere Richtung entschied und damit über seinen weiteren Lebensweg. Ich kann mich an eine ganz genau erinnern. Anfang der Neunziger. Ich lebte seit zwei Jahren in New York und war zu einer German Party eingeladen. Werber, Schauspieler, Journalisten aus Düsseldorf, München, Hamburg – die üblichen Verdächtigen. Solche wie ich. Das wollte ich aber natürlich nicht wahrhaben, ich sah mich inzwischen als New Yorker und wollte nur mit

Wäre ich vor vielen, vielen Jahren in New York nicht  zu einer bestimmten Party gegangen, würde ich heute nicht als glücklich verheirateter Vater Themenabende auf Arte moderieren.

 

anderen Cosmopolitans zusammen sein. Es ist also 21.00 Uhr, ich stehe im Flur meiner Wohnung und kann mich nicht entscheiden, ob ich da nun hin soll oder nicht. Schließlich denke ich, was soll’s, free drinks, ich schau mal kurz rein. Danach passierte Folgendes: Ich lernte ein Mädchen kennen, von dem ich erfuhr, dass der New Yorker ZDF-Korrespondent einen Assistenten suchte, am nächsten Morgen ging ich hin und bekam den Job. Wir fuhren durch die Welt bis nach Somalia. Dann schloss das Büro und der Korrespondent wurde Auslands-Chef vom ZDF. Er holte mich nach Deutschland und ich wurde Kriegs- und Krisenreporter und berichtete aus aller Welt. Im ZDF lernte ich meine Frau kennen und wir bekamen eine Tochter. Im ZDF wurde ich von Sat.1 entdeckt und von Sat.1 ging ich zu ARD und Arte. Und wäre ich also vor vielen, vielen Jahren in New York nicht doch noch zu der Party gegangen, würde ich heute nicht als glücklich verheirateter Vater Themenabende auf Arte moderieren. Gott sei Dank wollte ich damals einfach einen Whiskey trinken.