Thailand: We want Democracy!

ARTE Reportage - Samstag, 30. Januar 2016 - 17:10

Länder: Thailand

Tags: Militärregierung, Zensur

Im Land des Lächelns protestieren Studenten gegen die Militärdiktatur und riskieren dafür Verfolgung und Gefängnis.

Thaïlande : la dictature silencieuse ?

 

Nach monatelangen politischen Unruhen übernahm in Thailand im Mai 2014 die Armee die Macht. Seitdem regiert die Junta mit Notstandsgesetzen. Ihre Kritiker denunzieren sie als lästige Störenfriede, sie verhaften viele von ihnen, verhören sie und setzen sie unter Druck, damit sie schweigen. Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch weisen in ihren Berichten immer wieder auf die Menschenrechtsverletzungen in Thailand hin.

 

Fast 800 Regimekritiker wurden in Gewahrsam genommen, um sie 'umzuerziehen'. 480 von ihnen wurden eingesperrt. Drei Gefangene kamen unter mysteriösen Umständen in der Haft um. Die Militärs hatten eigentlich eine schnelle Rückkehr zur Demokratie und freie Wahlen versprochen, die sind aber zwei Jahre nach dem Putsch nicht in Sicht. Auch die Spannungen zwischen den sogenannten „Rothemden“ und den „Gelbhemden“, die der Putsch eigentlich beenden sollte, sie halten weiter an.

 

Unsere Reporter begleiten den 23-jährigen Studenten Ja New, einen der Anführer der Bewegung: Mit seinen Mitstreitern plant Ja New eine provokative Aktion gegen ein neues Denkmal für die  Monarchie, das die Militärregierung errichten ließ – sie werfen der Junta vor, dabei Millionen unterschlagen zu haben. Auch der kritische Journalist Pravit Rojanaphrük steht immer mit einem Bein im Gefängnis. Letztes Jahr wurde er wegen seiner kritischen Kommentare festgenommen, an einen unbekannten Ort verschleppt und drei Tage lang in Einzelhaft gesteckt. Doch er schreibt weiter an gegen die Repression und für eine demokratische Gesellschaft.
 

Von Max Löschner und Edgar Wolf - ARTE GEIE / Apollo Films - Deutschland 2016

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016