Thailand: Korruptes Reisprogramm

Länder: Thailand

Tags: Korruption, Wahlen

In Thailand wurde an diesem Sonntag 2. Februar ein neues Parlament gewählt. Die Wahllokale sind inzwischen geschlossen.

Zu den befürchteten Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern kam es nicht. Allerdings haben Oppositionsanhänger durch Blockaden die Abstimmung in ihren Hochburgen in Bangkok und im Süden des Landes verhindert. Damit kann das Parlament ohne Nachwahl gar nicht tagen. Denn durch die Blockaden wurden zu wenig Abgeordnete gewählt. Ein offizielles Wahlergebnis soll nicht vor dem 23. Februar bekannt gegeben werden. 
Die Opposition wirft der Regierung Korruption vor. 
Ein Beispiel dafür sind die Reispreise. 2011 hatte die Ministerpräsidentin einen garantierten Abnahmepreis für Reis eingeführt. Er liegt jetzt 50 Prozent über dem Weltmarktpreis. Erstens ist thailändischer Reis damit nicht mehr wettbewerbsfähig. Zweitens verschwinden Subventionen einfach. Kritikern zufolge ist das gesamte Reisprogramm von Korruption betroffen. Zwischenhändler und Behörden sollen betroffen sein. Die nationale Antikorruptionsbehörde ermittelt gegen die Regierung.

Eine Reportage von Sophie Rosenzweig.

 

ARTE JOURNAL WEEK-END

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016