Syrien: Die Schlacht um Rakka

ARTE Reportage - Samstag, 1. Juli 2017 - 16:35 Sendung (wieder)sehen

Länder: Syrien

Tags: Syrienkrieg, vertriebene Zivilisten, befreiten Gebieten, rakka

Die kurdischen Kämpfer der Internationalen Koalition kämpfen jetzt Haus für Haus gegen den IS.

Raqqa
Syrien: Die Schlacht um Raqqa Die kurdischen Kämpfer der Internationalen Koalition kämpfen jetzt Haus für Haus gegen den IS.   Syrien: Die Schlacht um Raqqa

Rakka war seit 2013 die sogenannte Hauptstadt des Terror-Reiches Islamischer Staat. Im November vergangenen Jahres begann die Offensive der Internationalen Koalition gegen ihn. In diesen Tagen kämpfen die kurdischen Kämpfer der Koalition in Rakka unter dem Banner der sogenannten Demokratischen Kräfte Syriens, einer Armee von 30 000 Soldatinnen und Soldaten, unterstützt von den Luftschlägen der Internationalen Koalition. Erster Etappensieg war die Rückeroberung des Staudamms von Tabqa, 40 Kilometer vor der Stadt. Die Schergen des IS haben die Turbinen des Elektrizitäts-Werks dort zerstört, seitdem ist Rakka ohne Strom.

 

Die Zivilisten wurden vor Wochen bereits aufgefordert, ihre Viertel zu räumen. Im Häuserkampf sind die IS-Kämpfer und die trotz alledem dort gebliebenen Zivilisten kaum mehr voneinander zu unterscheiden – und der IS hat sich in bisher jeder Schlacht zivil getarnt, um umso härter zuschlagen zu können. Wie viele Menschen jetzt zu Unrecht getötet werden, das wird man, wenn überhaupt, erst später klären können. Politisch schafft der Kampf um Rakka neue Tatsachen: Die kurdischen Kämpfer begreifen sich als eine Vorhut zur Gründung eines künftigen Territoriums unter ihrer Herrschaft im Nordosten Syriens.

 

von Sophie Nivelle-Cardinale und Sylvain Lepetit – ARTE GEIE / Kheops Prod – Frankreich 2017

 

 

Zuletzt geändert am 3. Juli 2017