Mode um jeden Preis

20. Oktober 2015

Vor zweieinhalb Jahren starben mehr als 1138 Menschen, als in Bangladesch eine Textilfabrik einstürzte. Doch hat das Unglück von Rana Plaza etwas an den Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken dieser Low-Cost-Lohnländer geändert? Hat das Unglück Auswirkungen auf die europäischen Textilhäuser gehabt? Und was kann der Konsument ändern? Der Dokumentarfilm „Todschick – Die Schattenseite der Mode“ versucht auf diese Fragen eine Antwort zu geben. Antwort kam auch aus Berlin bei der diesjährigen Fashon-Week: Die Fair Trade Mode bekam einen eigenen Salon. Und das Magazin Vox Pops zeigt auf, dass auch die osteuropäischen Textilarbeiter unter harten Bedingungen arbeiten müssen, zum Beispiel in Bulgarien. 

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Dienstag, 20. Oktober

Todschick - Die Schattenseite der Mode

Bei dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabriken in Bangladesch starben im Jahr 2013 über tausend Menschen. Die Textilindustrie musste reagieren. Auf Druck des Internationalen Gewerkschaftsverbands unterzeichneten 200 große Firmen ein Abkommen zur Gebäudesicherheit und zum Feuerschutz in Bangladesch. Ein Schritt in die richtige Richtung. Doch die Arbeitsbedingungen bleiben katastrophal.

Erinnerung an das Rana Plaza Unglück

Am 24. April 2013 stürzte das Fabrikgebäude Rana Plaza in Bangladesch ein. Mehr als 1.000 Menschen starben. Der "Fashion Revolution Day" soll an die Opfer erinnen. Mit Protestaktionen werden die Modegiganten unter Druck gesetzt.
 

Berlin: "Fair Trade" in der Mode

Auf der Messe für Grüne Mode in Berlin geht es den Designern vor allem um Nachhaltigkeit, faire Arbeitsbedingungen und ökologische Standards in der Textilbranche.

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Die Textil-Sklaven

Diese Woche recherchiert Vox Pop in Petritsch, Bulgarien, und berichtet über die Textilbranche. Nicht weniger als 30 000 Näher fertigen hier Kleidung für große Ketten wie Zara, Hugo Boss oder Benetton... fernab jeder Kontrolle und unter unzumutbaren Umständen.