Laogaï - Chinas System der Zwangsarbeit

27. August 2015

Laogaï, so nennt man  Zwangsarbeitslager in der Volksrepublik China. Übersetzt bedeutet das „Reform durch Arbeit“. Ab den frühen 1950er Jahren ließ Mao Zedong im ganzen Land eine Vielzahl der Lager errichten, nach dem Beispiel der sowjetischen Gulags. Noch heute werden in China knapp 4 Millionen Menschen in Arbeitslagern festgehalten. Unter härtesten Bedingungen müssen sie dort Waren produzieren, von denen viele für den Export nach Europa bestimmt sind. Bei den Gefangenen handelt es sich nicht nur um Verbrecher, sondern oft um Regimekritiker oder Andersdenkende, die der Regierung ein Dorn im Auge sind. In Hartmut Idzkos Dokumentation "Laogai – Zwangsarbeit in China" berichten drei ehemalige Gefangene von ihren traumatischen Erlebnissen im Arbeitslager: die Tibeterin Ama Adhe, der Schriftsteller und Musiker Liao Yiwu und Harry Wu, Gründer der Laogai Research Foundation.

In diesem Dossier  finden Sie ab dem 9. September die Dokumentation in voller Länge, ein Interview mit Hartmut Idzko und eine Reportage über die brutalen Verhörstrategien der chinesischen Regierung. Ein Beitrag über das Camp 14 gibt außerdem Aufschluss über die Situation in Nordkorea, wo ebenfalls zahlreiche Menschen in Arbeitslagern festgehalten werden.

Interview mit Regisseur Hartmut Idzko Laogai ITV

„Beinahe jedes chinesische Billigprodukt kommt aus einem Arbeitslager“

Wie funktioniert Zwangsarbeit in China? 

Gesellschaft

Laogai Research Foundation Laogai Foundation

Die Laogaï Research Foundation

19 Jahre lang wurde Harry Wu in Arbeitslagern festgehalten, dann gelang ihm die Flucht. 1992 gründete er die Laogai Research Foundation. Sein Ziel: Bewusstsein für die Gräueltaten der chinesischen Regierung zu schaffen. 

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Umstrittene Korruptionsbekämpfung

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Internationales, Politik, China