Der Kampf um Europas Ackerland

7. September 2015

Europas Grund und Boden wird knapp. Das Geschäft mit dem Ackerland zieht immer mehr Großinvestoren an: Aktiengesellschaften und branchenfremde Unternehmen wittern hohe Gewinne und investieren. Besonders attraktiv für ausländische Investoren ist Rumänien. Dort wurden ganze Regionen in Agrarlandschaften umgewandelt. Die Folge: riesige Landwirtschaftsstrukturen, gegen die kleinere Landwirte kaum ankommen. Auch in Ostdeutschland gibt es ähnliche Entwicklungen. Während die Großgrundbesitzer mit der Schaffung von Arbeitsplätzen argumentieren, sprechen Kritiker von „Landraub“. Wie sieht die Zukunft von Europas Landwirtschaft aus? Die Dokumentation „Die neuen Großgrundbesitzer – das Geschäft mit Europas Boden“ geht dieser Frage nach. Neben Rumänien und Deutschland besuchen die Regisseurinnen Jutta Pinzler und Cordula Echterhoff landwirtschaftliche Strukturen in Frankreich, die dem „Landraub“ bisher weitgehend trotzen und zeigen am Beispiel des andalusischen Dorfes Marinaleda einen Gegenentwurf zum traditionellen Großgrundbesitz in der Region.

Die Reportagen in diesem Dossier beleuchten weitere Aspekte des Themas und gehen besonders auf die Entwicklung in Rumänien ein. Mit einem Beitrag über das Ende der Milchquote zeigen wir an einem aktuellen Beispiel, mit welchen Bedrohungen die Kleinbauern zu kämpfen haben. 

23.20
Dienstag, 15. September

Die neuen Großgrundbesitzer - Das Geschäft mit Europas Boden

Ackerland wird weltweit rar - auch in Europa. Aktiengesellschaften, börsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die kleinen Bauern können gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen. Die Folge: Das Land befindet sich zunehmend in der Hand einiger weniger. Die Dokumentation zeigt die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Landwirtschaft.

Wem gehört Europa?

Yourope: Immer weniger Menschen besitzen immer mehr Grund und Boden in Europa. Eine bedenkliche Entwicklung, denn diese Wenigen können die Preise bestimmen.

Rumänien: Äcker günstig zu verkaufen

ARTE Reportage: Rumäniens Ackerland ist extrem fruchtbar. Und ausländische Investoren können die Böden günstig erwerben. Immer mehr Anbauflächen wandern in ihren Besitz.  

José Bové

Square Europe: Das Ende der Milchquote – und die Konsequenzen?

Als die Quote 1984 eingeführt wurde,  sollte sie vor allem helfen, die Überproduktion von Milch und Butter einzudämmen.

Wirtschaft, Umwelt, Politik, Europäische Union, Frankreich