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Kazimierz, der Touristenmagnet

Länder: Polen

Tags: Kazimierz, Krakau, Juden

Kazimierz, das alte jüdische Viertel Krakaus, ist ein ‚Schtetl‘ wie man es sich vorstellt, ganz genauso wie es uns immer erzählt wurde. Alles ist da: der Geruch nach dem jüdischen Eintopfgericht Tschulent und gefülltem Karpfen, die Klezmer Musik, die hinter den Vorhängen der Restaurants hervordringt, die krummen Gässchen, Zeichen einer Armut, die in der jüdischen Gemeinschaft bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges vorherrschte. Bilder aus einer anderen Zeit, die den Literatur-Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer vor Neid erblassen lassen würden! Alles ist da, ja, aber alles klingt falsch. Es ist zu viel. Die „Jewish Tour“, die „Ghetto Tour“, die „Schindler Tour“: das Geschäft mit der Shoah läuft. Heute bewohnen Polen das 1990 restaurierte Viertel, die die Geschichte der 65.000 Juden erzählen, die nahezu alle verschwunden sind. Ein Besuch von Kazimierz ist eine Reise in ein "Yiddishland", das sich zwischen Künstlichkeit und Nostalgie bewegt.

Den Besucher erwarten vier Stationen: 

 

Der berühmte kleine Zug: Abfahrt ist gegenüber des jüdischen Friedhofs von Kazimierz – einem der wenigen, auf dem sich noch Grabsteine befinden. 90% der jüdischen Friedhöfe in Polen wurden zerstört. Der Zug bringt die Touristen zum Schindler Museum.

 

Das Klezmer Hois: Wer ‚Yiddishland‘ sagt, meint auch Klezmermusik. Diese Musik aus Mitteleuropa ist eine Mischung aus Zigeuner- und Orientalischer Musik.

 

Das Jüdische Museum Galizien: Es befindet sich inmitten des historischen Zentrums des Viertels.

 

Das polnische Nationalarchiv: Angesichts des Ansturms jüdischer Touristen, die Nachforschungen über ihre Vorfahren anstellen wollen, hat sich es das Nationalarchiv zur Aufgabe gemacht, ihnen dabei zu helfen.

 

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016