EU will gegen florierenden Kunstschwarzmarkt vorgehen

11. Juli 2017

Nach Drogen und Waffen sind Kunstwerke die meist gehandelten Güter des weltweiten Schwarzmarktes. Und ob Skulpturen, Keramiken oder Schmuck – die gestohlenen Werke erzielen oft Millionenerlöse.

 

Einer der Profiteure von diesem Geschäft ist die Terror-Miliz "Islamischer Staat". Jährlich bringen ihm die geschmuggelten Waren um die 100 Millionen US-Dollar ein. Dies dürfte etwa 20 bis 50 Prozent ihrer Einkünfte entsprechen. Internationale Institutionen wie die UNESCO und Interpol wollen diese Geldquelle der Terroristen jetzt versiegen lassen. Auch die EU plant neue Maßnahmen im Kampf gegen illegalen Kunsthandel. "Ausweise" für Kunstwerke sollen es erleichtern, ihren Weg zu verfolgen und ihre Herkunft zu überprüfen. Außerdem ist ein strengeres Vorgehen gegen sogenannte Freihäfen, an denen keine Zollkontrollen stattfinden, geplant.

 

Von den Grabräubern im Mittleren Osten über prestigereiche Auktionshäuser bis hin zur Fianzierung von Terrororganisationen – in diesem Dossier finden Sie Reportagen und Grafiken rund um das millionenschwere Geschäft mit der Kunst.

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