Die Kurden: Verbündete gegen den IS oder Terroristen?

22. Februar 2016

Bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi in der türkischen Hauptstadt Ankara kamen am 18. Februar 28 Menschen ums Leben. Mehr als 60 wurden verletzt. Die militante Organisation "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK), eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, hat sich zu der Tat bekannt. Die türkische Führung dagegen hatte die syrischen Kurdenmilizen der YPG für den Anschlag verantwortlich gemacht. Ministerpräsident Davutoğlu hatte den Zwischenfall genutzt, um klarzustellen, alle Länder, die mit den Kurden kooperieren, kooperierten mit Terroristen.

Doch die Kurden sind wichtige Verbündete bei dem Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat". Aufgrund dieser Rolle schöpft die Bevölkerungsgruppe wieder Hoffnung, nach Kriegsende einen eigenen Staat gründen zu können. Eine Perspektive, die der Türkei ein Dorn im Auge ist. THEMA strahlt am 1. März den Dokumentarfilm "Kurdistan – Traum oder Wirklichkeit" aus, der die Hoffnung auf ein baldiges Kurdistan aus geopolitischer Sicht beleuchtet. Sehen Sie die Dokumentation auf ARTE Info bereits vorab!

Den Dokumentarfilm schon vorab sehen
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