Westsahara: Ungewisse Zukunft

23. April 2015

Es ist die letzte Kolonie Afrikas – und liegt direkt vor den Toren Europas: Die Westsahara. Vor 40 Jahren hat Marokko die Westsahara besetzt – mittels eines Krieges, der auch von westlichen Ländern unterstützt wurde. Die Ureinwohner, die Sahrauis wurden vertrieben. Die, die blieben, sind Repressalien ausgesetzt, die die flohen, leben in algerischen Flüchtlingslagern – mit 17 Litern Wasser pro Tag pro Flüchtling und ohne wirkliche Zukunftsperspektive. Seit 40 Jahren. Wie lange kann das noch gut gehen? Entsteht hier der nächste Brandherd im Nordwesten Afrikas? Diese Frage erörtert der Dokumentarfilm "Die letzte Kolonie - Das vergessene Volk der Westsahara" von Christian Gropper. Lesen Sie in diesem Dossier, wie der Konflikt entstand. Auf einer interaktiven Karte können Sie zudem nachvollziehen, welche wirtschaftlichen und menschenrechtlichen Interessen in dem Konflikt eine Rolle spielen. Und Bonusinterviews zum Dokumentarfilm vermitteln zusätzliche Eindrücke der Lage vor Ort.  

Die Sahrauis: Es mangelt an Perspektiven

Ohne Land leben die Sahrauis entweder im besetzten Teil der Westsahara und konzentrieren sich auf ihre kulturelle Identität oder in Flüchtlingscamps in Algerien, abhängig von internationaler Hilfe. Wie blicken sie in die Zukunft? Bonusvideos.

Zeitstrahl Protestcamp

Westsahara: Wie alles begann

Seit 40 Jahren wartet das Volk der Sahrauis auf sein Recht gemäß UN-Resolution und Internationalem Gerichtshof: auf die selbst bestimmte Rückkehr in die Westsahara. Doch bis heute hält Marokko den Landstreifen besetzt. Rückblick.

Internationales, Westsahara

Interview mit Christian Gropper Hassanna Aalia

Einem jungen Sahraui droht lebenslange Haft

Der junge Hassanna Aalia wurde von einem Militärgericht in Marokko zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Verbrechen: er nahm an einem Protestcamp in der Westsahara teil, dass sich gegen die marokkanische Regierung richtete. 

Gesellschaft, Spanien

Die Reichtümer der Westsahara

Interaktive Karte: Die Westsahara bietet Bodenschätzen, Fischreichtum, Infrastruktur, Sonne und Wind. Das sind sprudelnde Geldquellen für Marokko, während die Sahrauis in den Flüchtlingscamps nicht einmal Quellwasser haben.