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Der Leierkasten als immaterielles Kulturerbe

Länder: Deutschland

Tags: Drehorgel, Berlin, Volksmusik

Ganz vereinzelt sieht man noch Drehorgeln, und doch ist diese Tradition fast ausgestorben. Damit das nicht passiert, treffen sich jedes Jahr im Sommer mehr als 140 Leierkastenspieler aus 13 Ländern in Berlin. Höhepunkt ist die Parade, bei der sie musizierend über den Kurfürstendamm flanieren.

Der Berliner Drehorgelbauer Axel Stüber und sein Verein setzen sich zudem dafür ein, dass die Leierkasten als immaterielles Kulturerbe Berlins anerkannt wird. Schließlich gab es um 1900 noch fast 3000 dieser Orgeln auf den Straßen. Sie sollten den Menschen, den die finanziellen Mittel für einen Konzertbesuch fehlten, die neuesten Komponisten vorstellen. Mit dem Aufkommen elektronischer Medien geriet aber die mechanische Erzeugung von Musik in Vergessenheit. Berlin gilt aber nach wie vor als Zentrum der Drehorgelspieler von Europa.

 

Der Leierkasten als Kulturerbe
Der Leierkasten als Kulturerbe Drehorgelspieler aus 12 Ländern beleben eine jahrhundertealte Berliner Tradition Der Leierkasten als Kulturerbe

 

Zuletzt geändert am 3. Juli 2017