Eine historische Einigung: Das Atomabkommen mit dem Iran

23. Mai 2016

Am 14. Juli kam es zu einer historischen Wende in den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm. Die UN-Vetomächte und Deutschland haben sich mit dem Iran auf ein Abkommen geeinigt. Die Verhandlungen dauerten fast zwölf Jahre lang an und wurden unzählige Male hinausgezögert. Die Vereinbarung soll sicherstellen, dass Teheran nicht in der Lage ist, Atomwaffen zu bauen, nukleare Energie jedoch weiterhin zivil nutzen kann. Die Islamische Republik Iran hat sich dazu verantwortet, seine Urananreicherungen in den nächsten zehn Jahren um zwei Drittel zu reduzieren. Die Internationale Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen wird die Einhaltung der Vereinbarungen vor Ort prüfen. Im Gegenzug werden die wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber dem Iran schrittweise aufgehoben und das Land wird Zugang auf bisher eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe erhalten. Während in den USA von einem Neuanfang der Beziehungen zum Iran gesprochen wird, stehen viele der Einigung skeptisch gegenüber, allen voran die israelische Regierung.

THEMA zeigt am Dienstag, den 31. Mai den Dokumentarfilm "Iran - Atomdeal mit Folgen", der auf die Verhandlungen zurückkommt und versucht zentrale Fragen zu beantworten: Wird sich Irans stark umworbener Markt endlich dem Westen öffnen? Wie beeinflusste das Abkommen die Beziehungen zwischen den Konservativen und den gemäßigten Reformern, die Staatspräsident Hassan Ruhani an die Macht brachten? Inwiefern spielt das Abkommen von 2015 eine Schlüsselrolle als Auslöser für tiefgreifende Veränderungen in der Islamischen Republik Iran, die 30 Jahre lang komplett isoliert war?

Sehen Sie den FIlm hier bereits vorab!

Der Dokumentarfilm
Iran, Atomdeal mit Folgen

Die drei Autoren des Films drehten acht Monate lang im Iran, um die konkreten Auswirkungen des Atomdeals auf die iranische Bevölkerung zu zeigen. 

Iranisches Nuklearprogramm: letzte Pokerpartie vor historischer Einigung

Grafik:

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