Bauen ohne Ende - Chinas Immobilienboom

24. August 2015

Jahrelang hat der chinesische Immobiliensektor ein gigantisches Wachstum verzeichnet – nun droht die Blase zu platzen und Chinas Wirtschaft nach unten zu reißen. In den letzten zehn Jahren schossen beinahe täglich neue Bauprojekte aus dem Boden. Busse karrten Investoren herbei, die die noch unfertigen Wohnungen kauften. Der Bauboom nahm geradezu utopische Dimensionen an: Abgelegene Regionen lockten mit Versprechungen, komplett neue „boomende globalisierte Städte“ zu errichten. Hochgeschraubte, unrealistische Ansprüche wurden zur Norm. Regionale Verantwortliche gerieten mit ihren riesigen Vorhaben unter Erfolgsdruck. Um die Immobilien zu hohen Preisen zu verkaufen, entwickelten Unternehmer neue Geschäftsideen. Etwa jene, die Wohnungen mit einem ausländischen Image aufzupolieren.

Mit dem Film „Ausländer bevorzugt – Chinas Reich der Träume“ geht der Regisseur David Borenstein dieser Entwicklung nach und zeigt die sozialen und politischen Realitäten des größten Immobilienbooms der Geschichte. In diesem Dossier beleuchten eine Infografik und ein Interivew die Hintergründe und Folgen des rasant schnell wachsenden Bausektors. Eine Fotogalerie verdeutlicht die Konsequenzen der gigantischen Bauunternehmen für die ländlichen Regionen. Ein Video zeigt die Perspektive eines Ausländers, der für den Verkauf von Immobilien eingesetzt wird. 

Fotogalerie
Bauherren eines Traumlandes

Zerstörung, Umsiedlung und Erwartungen so hoch wie Wolkenkratzer: Diese Fotos zeigen das gigantische Ausmaß des chinesischen Immobilienbooms. 

Video
Ein "Job für Ausländer"

Um Wohnungen teuer verkaufen zu können, bauen chinesische Immobiliengesellschaften auf Ausländer. Deren Präsenz soll die Illusion von Globalisierung erzeugen. Doch wie sehen die "foreigners" diesen Trend? 

Infografik
Chinas Immobilien: ein Sektor in der Krise

Wie kam es zum chinesischen Immobilienboom? Und warum droht die Blase nun zu platzen? Unsere Infografik.