Brasilien: Im Schatten der Mega-Dämme

ARTE Reportage - Samstag, 22. Juli 2017 - 16:50

Länder: Brasilien

Tags: Amazonien, Staudamm

Häuptling Juarez ist ein weiser Mann. Und er hat Angst. Angst davor, dass sein Volk, die Munduruku, demnächst von der Bildfläche verschwinden. Denn genau dort wo sie leben, an einem Nebenfluss des Amazonas, will die brasilianische Regierung einen weiteren Mega-Staudamm bauen.

Amazonie, le barrage de trop
Amazonien Der Staudamm Belo Monte am Rio Xingu verändert auch das Leben der Menschen in seiner Umgebung dramatisch…  Amazonien

Häuptling Juarez hat Angst vor dem „Weissen Mann“. Denn er fürchtet um die Kultur, die Sprache und die Tradition seines Volkes, die mit dem geplanten Wasserkraftwerk in den Fluten des Rio Tapajos versinken würden.

Einen Fluss weiter, am Rio Xingu, sind die Ängste der Ureinwohner schon bittere Realität geworden. Dort liegt der „Belo Monte“-Damm. Er ist das viertgrößte  Stauwerk weltweit: Der Fluss künstlich verlegt, der Lebensraum vieler Tierarten zerstört, Dorfgemeinschaften indigener Bewohner verdrängt.  

Am Amazonas geht die Angst um - aber der Widerstand organisiert sich. Unsere Reporter haben sich angesehen, welche Folgen der Bau von großen Staudämmen im Amazonasgebiet Brasiliens haben kann.
 

von Michael Unger, Elsa Kleinschmager, Caio Vilela, Florence Touly - ARTE GEIE – Frankreich 2017