Ägypten: Demokratie unmöglich?

25. Januar 2016

In einem angespannten Klima begeht Ägypten den fünften Jahrestag des arabischen Frühlings, der zum Sturz von Präsident Husni Mubarak am 11. Februar 2011 führte. Seitdem die Armee im Juli 2013 Präsident Mohammed Mursi abgesetzt hat, wurde das Land Opfer zahlreicher Terroranschläge. Am 21. Januar kamen bei einem Bombenattentat in Kairo sechs Polizisten und zwei Zivilisten ums Leben. Eine dschihadistische Gruppierung, die sich auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" beruft, bekannte sich zu der Tat. 

Die Ereignisse des arabischen Frühlings ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Um diese zu verstehen, zeigte ARTE die dreiteilige Dokumentationsreihe "Pharao im modernen Ägypten" von Jihan El Tahri, die die Politk von Gamal Abdel Nasser, Anwar el-Sadat und Husni Mubarak vorstellt – die drei Männer, die Ägypten seit dem Sturz von König Faruk I. Anfang der 50er Jahre bis zum arabischen Frühling regierten. Diese Filme sind auch weiterhin im Replay verfügbar. 

Finden Sie in diesem Dossier zudem ein Interview der Regisseurin Jihan El Tahri sowie eine Chronologie, die die wichtigsten Daten seit dem Sturz von Mubarak 2011 bis Ende 2015 zusammenfasst.

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In drei Dokumentationen zeigt ARTE die Pharaonen eines moderenen Ägyptens: Gamal Abdel Nasser, Anwar el-Sadat und Husni Mubarak.

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